Pflanzen und Pilze
Die einzelnen
Pflanzenarten und ihr Zusammenleben in Pflanzengesellschaften sagen uns viel
über den Wuchsort. Dazu zählen Nährstoffangebot, Wasserhaushalt, Klima und auch
Nutzungsgeschichte. Im Nationalpark überwiegen Arten, die saure und nährstoffarme
Bedingungen anzeigen. Unter ihnen befinden sich einige seltene und bedrohte
Vertreter. Insgesamt wachsen im Nationalpark 540 Pflanzenarten. Hinzu kommen
hunderte Pilz- und Flechtenarten.
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Die BucheDie Rotbuche (Fagus sylvatica) kommt weltweit nur in Europa vor. In Mitteleuropa beherrscht sie die sommergrünen Wälder. Denn sie versteht es, im Schatten anderer Bäume aufzuwachsen. Und hat sie sich einmal behauptet, schafft es kaum eine andere Art unter ihrem schattigen Kronendach empor zu kommen. Bis zu 450 Jahre alt kann die Buche werden. Ihr Zerfall dauert nur einige Jahrzehnte. Das Keimen, Wachsen, Sterben und die Zersetzung der Buche prägen das Leben im Buchenwald entscheidend. |
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Hainsimse, Drahtschmiele & CoDie Weiße Hainsimse ist die Namen gebende Kennart des Hainsimsen-Buchenwaldes. Sie ist an das Leben im Schatten auf armen, sauren Böden angepasst. Drahtschmiele, Heidelbeere und Besenheide sowie zahlreiche Moose und Flechten zählen ebenfalls zu den Hungerkünstlern. |
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Perlgras, Waldmeister & CoDie Böden der wenigen frischen und nährstoffreichen Wälder, überwiegend über Lößlehm, sind im Frühsommer von frischgrünen Perlgrasteppichen bedeckt. Waldmeister ist die Namen gebende Kennart der anspruchsvolleren Waldmeister-Buchenwälder. |
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Zwiebelzahnwurz, Ahorn & CoIn den Höhenlagen des Nationalparks gesellen sich Zwiebelzahnwurz und Quirlblättrige Weißwurz in die Krautschicht. In diesen kühlen Berg-Buchenwäldern nimmt auch der Anteil von Bergahorn in der Baumschicht zu. |
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Pfingstnelke, Engelsüß & CoAn steilen Talhängen treten Felsgebilde hervor. Im frischen Schatten des Waldes sind sie von einer löchrigen Decke aus Moosen und Kleinfarnen wie Engelsüß überhängt.An natürlichen, besonnten Felsen der steilen Ederseehänge blüht die europaweit gefährdete Pfingstnelke. |
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Heidenelke, Arnika & CoDie Heidenelke belebt die sauren Silikatmagerrasen mit roten, die Arnika Borstgrasrasen mit gelben Farbtupfern. Säulenförmige Wacholdersträucher geben den Heiden ihr typisches Aussehen. |
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Buchenschleimrübling,
Im Spätsommer sind die Buchenwälder vom aromatischen Duft tausender Pilze
durchströmt. Wenn die Buche altert, verliert sie Widerstandskraft. Pilze
beginnen mit ihren Wurzeln (Hyphen) langsam das Holz zu durchdringen.
Buchenschleimrübling und Zunderschwamm zählen zu den ersten Besiedlern.
Ästiger Stachelbart und Igelstachelbart gelten als echte Urwaldpilze. |






